Vor einiger Zeit sagte ein Teilnehmer zu uns:
„Eigentlich dachte ich, wir wären ein ziemlich eingespieltes Team.“
Der Satz fiel nicht am Anfang des Tages, sondern am Ende – nachdem die Gruppe gemeinsam eine Aufgabe gelöst hatte.
Interessant war dabei nicht die Aufgabe selbst.
Interessant war, was unterwegs sichtbar wurde: Wer Verantwortung übernimmt, wer eher abwartet, wer andere einbindet und wessen Ideen kaum gehört werden.
Im Arbeitsalltag fallen solche Muster oft kaum auf. Man kennt sich, arbeitet zusammen und erledigt seine Aufgaben. Vieles funktioniert einfach.
Doch zwischen „Wir arbeiten zusammen“ und „Wir sind ein Team“ liegt manchmal ein größerer Unterschied, als man denkt.
Denn ein Team entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen gemeinsame Ziele verfolgen. Entscheidend ist, wie sie miteinander umgehen, wenn Orientierung gefragt ist, Entscheidungen getroffen werden müssen oder etwas nicht wie geplant läuft.Genau dann zeigt sich, was ein Team trägt.