Neues Pferd in der Herde – Onboarding

Neues Pferd in der Herde – Onboarding

Was wir von einem neuen Pferd über perfektes Onboarding lernen können. 

Ein neues Pferd zieht in unsere Jungpferde-Herde ein. Ein Moment, der in der Pferdewelt extrem viel Fingerspitzengefühl erfordert. Doch dieses Pferd bringt einen entscheidenden Vorteil mit: Erfahrung.

Weil es bereits in einer großen Herde gelebt hat, weiß es ganz genau, worauf es ankommt:

  1. Den Anschluss suchen: Es folgt dem natürlichen Herdentrieb, statt sich abzukapseln.
  2. Beobachten & Lernen: Es analysiert genau, wie die anderen reagieren.
  3. Strukturen erkennen: Es sieht sofort, wer die Führung innehat und wem es vertrauen kann.

Im Grunde ist es wie bei einem neuen Teammitglied im Unternehmen. Wer gelernt hat, sich in Systemen zu bewegen, findet sich schneller zurecht. Doch wie reagiert das bestehende Team auf den Neuzugang? Wer weicht aus? Wer gibt Halt?

Genau diese feinen, oft unsichtbaren Dynamiken machen wir bei unseren Teamevents mit Pferden erlebbar. Pferde spiegeln ungefiltert, wie wir kommunizieren, führen und Vertrauen aufbauen – ganz ohne Rollenspiele, sondern echt und direkt.

Echtes Team

Echtes Team

Vor einiger Zeit sagte ein Teilnehmer zu uns:

„Eigentlich dachte ich, wir wären ein ziemlich eingespieltes Team.“

Der Satz fiel nicht am Anfang des Tages, sondern am Ende – nachdem die Gruppe gemeinsam eine Aufgabe gelöst hatte.

Interessant war dabei nicht die Aufgabe selbst.

Interessant war, was unterwegs sichtbar wurde: Wer Verantwortung übernimmt, wer eher abwartet, wer andere einbindet und wessen Ideen kaum gehört werden.

Im Arbeitsalltag fallen solche Muster oft kaum auf. Man kennt sich, arbeitet zusammen und erledigt seine Aufgaben. Vieles funktioniert einfach.

Doch zwischen „Wir arbeiten zusammen“ und „Wir sind ein Team“ liegt manchmal ein größerer Unterschied, als man denkt.

Denn ein Team entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen gemeinsame Ziele verfolgen. Entscheidend ist, wie sie miteinander umgehen, wenn Orientierung gefragt ist, Entscheidungen getroffen werden müssen oder etwas nicht wie geplant läuft.Genau dann zeigt sich, was ein Team trägt.

Forschungsprojekt „Horse Voice“

Forschungprojekt Horse Voice

Was wäre, wenn Pferde uns ihre Wünsche direkt mitteilen könnten?

Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Horse Voice“ in Norwegen und Schweden. Dort lernen Pferde, über Symbole mit Menschen zu kommunizieren und einfache Entscheidungen zu treffen, beispielsweise, ob sie eine Decke tragen möchten oder nicht.

Für uns ist dabei nicht nur die Forschung selbst spannend. Besonders interessant ist die Frage, was diese Erkenntnisse für die Mensch-Pferd-Beziehung bedeuten.

Denn je mehr wir über die Bedürfnisse, Vorlieben und Entscheidungsprozesse von Pferden erfahren, desto bewusster können wir ihnen begegnen.

Deshalb verfolgen wir aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen rund um Pferde aufmerksam und greifen ausgewählte Themen auch in unserem Newsletter auf. Forschung hilft uns dabei, bestehende Perspektiven zu hinterfragen und neue Impulse für die Praxis zu gewinnen.

Wir sind gespannt, welche Erkenntnisse das Projekt in den kommenden Jahren noch hervorbringen wird.

Quelle zum Forschungsprojekt: Pferderevue, Artikel über das Forschungsprojekt „Horse Voice“
https://www.pferderevue.at/aktuelles/tierschutz/2026/neues-forschungsprojekt–wenn-pferde-selbst-mitentscheiden.html

Mit Pferden nichts am Hut

Mit Pferden nichts am Hut

„Ich habe mit Pferden nichts am Hut.“
Perfekt.

Denn genau dann passiert in unseren Seminaren und Teamevents etwas Entscheidendes:
Du gehst unvoreingenommen in die Situation.
Keine Strategien.
Keine Routine.
Keine Ausweichmuster.

Pferde reagieren nicht auf Fachwissen,
sondern auf Klarheit, Präsenz und innere Haltung.
Und genau das wird sichtbar.

Deshalb sind unsere Seminare und Teamevents besonders wirkungsvoll auch für Menschen ohne Pferdeerfahrung.