Was motiviert Menschen im Team?

Was motiviert Menschen im Team?

Motivation lässt sich nicht einfach verordnen. Aber wir können einiges dafür tun, dass Menschen sich gerne einbringen.

Die Selbstbestimmungstheorie von Edward Deci und Richard Ryan beschreibt drei psychologische Grundbedürfnisse, die dabei eine wichtige Rolle spielen:

1. Autonomie – Ich kann mitgestalten.
Ich habe Spielraum für eigene Ideen und kann Entscheidungen mittragen.

2. Kompetenz – Ich kann etwas bewirken.
Ich kann meine Stärken einsetzen und merke, dass mein Beitrag zählt.

3. Soziale Eingebundenheit – Ich gehöre dazu.
Ich fühle mich im Team angenommen und erlebe, dass wir uns gegenseitig unterstützen.

Was bedeutet das für die Zusammenarbeit?

Können alle ihre Ideen einbringen? Werden unterschiedliche Stärken genutzt? Und hat jeder das Gefühl, zum gemeinsamen Ergebnis beizutragen?

Schon bei der nächsten Teamaufgabe lässt sich das ausprobieren: Legt gemeinsam das Ziel fest und besprecht, wer welche Stärken und Ideen einbringen kann. Lasst Raum für eigene Vorschläge und macht sichtbar, was jeder zum Ergebnis beiträgt.

Wie lässt sich das erleben?

In unseren pferdegestützten Teamevents und Seminaren wird sichtbar, wie Menschen miteinander arbeiten und welche Dynamiken dabei entstehen. Das eröffnet neue Perspektiven auf die eigene Zusammenarbeit und darauf, was Motivation im Team fördern kann.

Denn manchmal lohnt es sich, nicht nur auf die Ergebnisse eines Teams zu schauen, sondern auch darauf, wie diese eigentlich zustande kommen.

Zitat von Helen Keller

Zitat von Hellen Keller

„Alone we can do so little; together we can do so much.“

— Helen Keller
US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin

Was alleine manchmal schwierig ist, wird gemeinsam leichter.

Wenn Menschen ihre unterschiedlichen Stärken einbringen, sich ergänzen und einander unterstützen, kann etwas entstehen, das keiner allein schaffen würde.

Ein schöner Gedanke – nicht nur für große Ziele, sondern auch für die vielen kleinen Momente, in denen Zusammenarbeit im Alltag zählt.

Ich wollte doch nur helfen …

Aneinander vorbeikommunizieren – ich wollte doch nur helfen

Ich wollte doch nur helfen.

Und trotzdem kam beim anderen an:

„Du traust mir das nicht zu.“

Oder:

„Ich wollte dir Raum geben.“
→ „Du interessierst dich offenbar nicht.“

„Ich wollte Klarheit schaffen.“
→ „Du bist ganz schön dominant.“

„Ich wollte mich zurücknehmen.“
→ „Auf dich kann man sich nicht verlassen.“

Zwei Menschen können dasselbe Verhalten ganz unterschiedlich wahrnehmen.

Denn wir kommunizieren nicht nur mit Worten.

Auch Tonfall, Körpersprache, Tempo oder Zurückhaltung senden Signale. Und diese werden vom Gegenüber interpretiert – geprägt durch die eigene Wahrnehmung und Erfahrung.

Gerade in Teams entstehen hier schnell Missverständnisse:

Eine Person möchte unterstützen – die andere erlebt Kontrolle.
Eine Person möchte Freiraum geben – die andere erlebt Distanz.
Eine Person möchte Klarheit schaffen – die andere erlebt Druck.

Genau hier setzt auch das 4-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun an: Eine Nachricht kann auf unterschiedlichen Ebenen verstanden werden – und dadurch etwas ganz anderes auslösen, als ursprünglich beabsichtigt war.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur:

Was wollte ich sagen?

Sondern auch:

Was ist bei meinem Gegenüber angekommen?

Denn gute Zusammenarbeit entsteht nicht nur durch gute Absichten – sondern auch durch die Fähigkeit, die eigene Wirkung wahrzunehmen.

Neues Pferd in der Herde – Onboarding

Neues Pferd in der Herde – Onboarding

Was wir von einem neuen Pferd über perfektes Onboarding lernen können. 

Ein neues Pferd zieht in unsere Jungpferde-Herde ein. Ein Moment, der in der Pferdewelt extrem viel Fingerspitzengefühl erfordert. Doch dieses Pferd bringt einen entscheidenden Vorteil mit: Erfahrung.

Weil es bereits in einer großen Herde gelebt hat, weiß es ganz genau, worauf es ankommt:

  1. Den Anschluss suchen: Es folgt dem natürlichen Herdentrieb, statt sich abzukapseln.
  2. Beobachten & Lernen: Es analysiert genau, wie die anderen reagieren.
  3. Strukturen erkennen: Es sieht sofort, wer die Führung innehat und wem es vertrauen kann.

Im Grunde ist es wie bei einem neuen Teammitglied im Unternehmen. Wer gelernt hat, sich in Systemen zu bewegen, findet sich schneller zurecht. Doch wie reagiert das bestehende Team auf den Neuzugang? Wer weicht aus? Wer gibt Halt?

Genau diese feinen, oft unsichtbaren Dynamiken machen wir bei unseren Teamevents mit Pferden erlebbar. Pferde spiegeln ungefiltert, wie wir kommunizieren, führen und Vertrauen aufbauen – ganz ohne Rollenspiele, sondern echt und direkt.